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Lage

Ettenhausen ist die südlichste Ortschaft im Bezirk Frauenfeld. Das Dorf bildet bis 1995 zusammen mit den Ortsgemeinden Aadorf, Aawangen, Guntershausen und Wittenwil die Munizipalgemeinde Aadorf. Seit 1996 gehört Ettenhausen zur Politischen Gemeinde Aadorf. Die Ortsgemeinde Ettenhausen grenzte nördlich, östlich und südlich an die Thurgauer Ortsgemeinden Aadorf, Guntershausen und Bichelsee, nach Westen an die Zürcher Gemeinden Elgg und Hofstetten.

Besiedelung

Aufgrund von Grabungsfunden dürfte die Gegend Aadorf/Elgg in der späten Bronzezeit (2000-180 v. Chr.) bewohnt gewesen sein. Dicht werden die Zeugen in Form von Gräberfeldern in der frühmittelalterlichen Zeit des 6. bis 8. Jahrhunderts, der alemannischen Landnahme also. In Urkunden werden als erste Orte in der Gegend im Jahre 760 Elgg und 789 Tänikon erwähnt.

Ettenhausen (vom Haselberg) um 1930 Bis um 1840 umfasst das geschlossene Dorf das Gebiet des heutigen Oberdorfs mit den Schwerpunkten Elggerstrasse und Zehntenstrasse. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kommen das Gebiet Rüetschbergstrasse und das Unterdorf dazu, und ab 1950 entstehen neue Einfamilienhaus-Quartiere im Weidli, Kilberg und Rebberg. Der Weiler Iltishausen wird zwar früher als Ettenhausen erstmals erwähnt (1253, Ettenhausen erst 1278), dürfte aber aufgrund der Lage später als das Dorf ständig besiedelt worden sein.



Wald, Entwässerung und übergeordneter Verkehr

Der Wald liegt zum grösseren Teil am Nordwesthang des Haselbergs (vor allem im Besitz der Bürgergemeinde), zum kleineren Teil in der Brandfohren (zur Hauptsache Staatswald). Ettenhausen gehört zum Wassereinzugsgebiet der Lützelmurg. Der Dorfbach entspringt als Tobelbach im Stosstobel und Ristel (Gemeinde Hofstetten) und durchfliesst in nordöstlicher Richtung diagonal das Gemeindegebiet. Der wichtigste Zufluss ist vom Haselberg her der Salzenbach. Die Staatsstrasse von Tänikon Richtung Rüetschberg mit Abzweigung im Dorf nach Elgg und die Verbindung Elgg-Iltishausen-Rüetschberg haben untergeordnete Bedeutung.

Schule

Die Schulanlage Weidli anlässlich der Fertigstellung 1969Der 1827 gegründeten Primarschulgemeinde gehört die 1969 erbaute und 1989 wesentlich erweiterte Schulanlage Weidli. 1995 unterrichten vier Lehrkräfte sechs Klassen; der Kindergarten und das Fach Textilarbeit/Werken (früher Arbeitsschule) werden in je zwei Abteilungen geführt. Ettenhausen ist seit 1982 Teil der Oberstufengemeinde Aadorf.

Kirchgemeinden

Die Ettenhauser Katholiken bilden zusammen mit jenen von Guntershausen, Maischhausen und Wittershausen die katholische Kirchgemeinde Tänikon, Die evangelischen Einwohner gehören zur evangelischen Kirchgemeinde Aadorf-Aawangen.

Bürgergemeinde

Gemeinde Aadorf wohnhaften und in der ehemaligen Ortsgemeinde Ettenhausen verbürgerten Personen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes über die Organisation der Gemeinden ein Anteilsrecht der Bürgergemeinde Ettenhausen besassen oder neu erworben haben und in keiner anderen Bürgergemeinde innerhalb der Politischen Gemeinde Aadorf ein Anteilsrecht besitzen.

Wasserversorgung

Das Wasserreservoir <Brandfohren> 1900 erbaut und 1962 erweitert.Die gemeindeeigene Wasserversorgung umfasst 1995 das Reservoir in der Brandfohren (erbaut 1900, erweitert 1962), ergiebige Quellen im Rüetschberg, das Stufenpumpwerk Weidli (erbaut 1971, Anschluss an das Wasserwerk Aadorf) und das Grundwasserpumpwerk Tänikon (erbaut 1977). Zum Versorgungsgebiet gehört auch Tänikon.

Gewässerschutz

Seit 1978 ist das ganze Baugebiet der Schwemmkanalisation angeschlossen. Ettenhausen gehört zum Abwasserzweckverband Lützelmurgtal, dessen Abwasserreinigungsanlage in Aadorf seit 1972 in Betrieb ist.

"Gemeindewappen"

In Silber eine blaue Lilie. Die Lilie und die Farben gehen auf das Kloster Tänikon zurück, das eine weisse Lilie auf blauem Grunde führte.