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| Geschichte |
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Ettenhausen bildete mit 330 Hektaren, wovon ein Drittel Wald, in der Munizipalgemeinde Aadorf die kleinste Ortsgemeinde. Das Dorf am Südfuss der Brandfohren wird urkundlich im Jahre 1278 als «Oetenhusen» erstmals erwähnt. Als älteste Gerichtsgemeinde (seit 1320) hängt Ettenhausen rechtlich und wirtschaftlich vom Kloster Tänikon ab, mit dem es recht oft und hemdsärmlig im Streit liegt. Umstritten sind insbesondere die Holznutzung und die Weiderechte. Die gegenseitigen Rechte und Pflichten zwischen Dorf und Kloster sind in der Offnung, dem Dorfrecht von 1512, geregelt. Ettenhausen ist bis um 1900 die Hinterthurgauer Gemeinde mit der grössten zusammenhängenden Rebfläche. Das Rebhandwerk bestimmt während Jahrhunderten das Leben der Bauern- und Kleingewerbegemeinde. Die letzten Reben verschwinden 1916; erst 1975 nimmt der Männerchor «Eintracht» mit der Bepflanzung einer 25 Aren grossen Fläche mit 934 Müller-Thurgau-Rebsetzlingen die frühere Weinbautradition wieder auf. Kirchlich gehört Ettenhausen wie Guntershausen-Maischhausen ursprünglich zu Elgg. Seit der Reformation (1525-1550) dient die Tänikoner Klosterkirche zugleich als Pfarrkirche für die katholische Bevölkerung der Umgebung. Schulisch trennt sich Ettenhausen 1827 von der mit Guntershausen gemeinsamen Schule in Tänikon und bildet seither eine eigene Primarschulgemeinde. Die Schulanlage im Weidli wird 1969 eingeweiht und 1989 wesentlich erweitert. Der Weiler Iltishausen wird urkundlich im Jahre 1253 als «Hiltishusen» und damit gar früher als Ettenhausen erwähnt. Der Oberhof und Unterhof – dieser wird um 1802 in zwei Höfe aufgeteilt – sind Lehen des Klosters Tänikon. Der Weiler führt in verschiedener Hinsicht ein Eigenleben. Die vier von Balterswil stammenden Familien Schwager erhalten indes erst 1866 durch Entscheid des Thurgauer Regierungsrates die gleichen Rechte wie die Ettenhauser Bürger. Bis 1922 ist der Tobelbach wahlweise nach Elgg in die Eulach oder nach Ettenhausen in die Lützelmurg ableitbar. Ein eigenes Postbüro erhält Ettenhausen 1887 (Aadorf 1831, Elgg 1836). Die Einführung der Elektrizität 1912 erfolgt auf genossenschaftlicher Basis. Die Güterzusammenlegung in den Jahren 1951 bis 1959 verändert die Landschaft markant: Grössere Parzellen, Neuanlage des Flurstrassennetzes und weitgehendes Verschwinden der hochstämmigen Obstbäume. Bemerkenswert in Ettenhausen war und ist ein reges Vereinsleben. Das Dorf zählt acht Sport- und zwei musikalische Vereine, worunter seit 1901 die Bürgermusik. Der Einwohnerverein koordiniert die Aktivitäten der Vereine und organisiert unter anderem die Bundesfeier. Das Dorf erlebt seit den 1950er Jahren eine sehr starke Bautätigkeit; die Bevölkerung nimmt von 1950 bis zum Jahre 1995 von 400 auf 1040 Einwohner zu. Zeittafel1253 Erste urkundliche Erwähnung von Iltishausen als «Hiltishusen» Auszug von Roman Engeler aus: |